Freitag, 11. Oktober 2019
Törn 2019 Tag 5
Mittwoch, 9. Oktober 2019
Törn 2019 Tag 4
Der Tag 4 wird uns als der seglerisch unkomplizierteste, und wettermässig angenehmste bisher in Erinnerung bleiben. Und auch kulinarisch lässt er keine Wünsche offen.
Die Nacht verlief ruhig trotz der russischen Flotille an unseren Steg. Als wir um 8uhr aufwachen, bemerken wir dass 2 Crewmitglieder fehlen. Dabei haben wir doch
am Vorabend ausgemacht, 9 Uhr ablegen! Und siehe da, unsere beiden Nachtschwärmer finden sich exakt um 8 Uhr an Bord ein. Etwas heiser zwar, dafür mit frischer Konditoreiware.
Nach dem Frühstück und Wasser bunkern können wir loslegen - ohne bezahlt zu haben, denn niemand wollte etwas kassieren bei uns. Möglicherweise hat man uns für Mitglieder der russischen Flotille gehalten...
Der Wind bläst lebhaft aus Nord, der Seegang ist deutlich verträglicher als am Beginn der Woche. So können wir recht flott unser zwischenziel, eine Ankerbucht, an der westseite der Insel Tinos erreichen. Hier entfalten sich Joe und Harry als Köche, Salat mit Schafskäse im speckmantel und chorizo mit Erdäpfelgulyas, und die anderen als Genießer... und als Tellerwäscher.
Eine Runde schwimmen geht sich auch gut aus.
Und weiter geht's wieder recht angenehm und unspektakulär Richtung Westen. Anfangs muss schon mit gerefften Segeln gefahren werden, es bläst teilweise mit 6 Bft, allerdings doch recht wechselnd, aber das sollte ja kein Problem sein. Einige Reff- und ausreffmanöver/schlucke später hängt der cäptn ein Boje über Bord Manöver dran, das die Epifany letztlich doch irgendwie hinkriegt.
Um 10 vor 7 verschwindet die Sonne hinter der Insel Kea, unser heutiges Ziel! Es ist also wieder Nachtfahrt angesagt, denn wir sind ja noch 20meilen davon entfernt. Und wir haben wieder Hunger bekommen. Während der halbwegs ruhigen Fahrt - der Wind und auch die Wellen haben schon deutlich nachgelassen - bereiten Joe und George ein köstliches Nachtmahl. Selbstgemachte Pommes, gebackene Zucchini und eine kräftige erdäpfelsuppe. Was soll man da noch sagen.
Die Nachtansteuerung der Bucht Ag. Nikolaos, des Hafens des Hauptortes der Insel gestaltet sich als sehr stimmungsvolle Fahrt nördlich um Kea herum. In der Bucht selbst herrscht absolute Stille... und Windstille! Ganz etwas ungewohntes. Wir hängen das Schiff an eine der Bojen, und hoffen auf eine ungestörte Nacht. Heutige Tagesetappe: 66,6 nm
Dienstag, 8. Oktober 2019
Törn 2019 Tag3
Montag, 7. Oktober 2019
Törn 2019 Tag 2
Eine herrlich ruhige Nacht wird - nach dem Frühstück- durch ein kräftiges Gewitter beendet. Im Zuge dessen ergeben sich einige Winddreher, vor allem als es schon fast wieder weitergezogen ist. Da meint der TC (ja der TO hat sich mittlerweile befördert), dass doch eindeutig die Felswand immer näher kommt. Wir glauben es zuerst nicht, schließlich hat der Anker die ganze Nacht gehalten. Kurz vor dem stranden sind wir alle überzeugt, und mit Hilfe des Motors befreien wir uns aus der misslichen Lage. Offenbar hat sich der Anker tatsächlich gelöst. Wir nehmen das zum Anlass und beginnen die heutige Fahrt. Das Gewitter hat den lebhaften NO-Wind hinterlassen, gegen den wir zunächst aufkreuzen.
Zwischen 6 und 7 Knoten macht unser schiffernakl am Wind, Richtung NNO.
Paros, mykonos? Oder doch Syros? Nach Paros müssten wir aufkreuzen, mykonos ist etwas zu weit. Also wird es wieder mal Syros. Diesmal die Bucht von Finiki. Dort legen wir an der Mole gegenüber der Stadt an, mit buganker. Das gleiche Anlegemanöver in der Marina hat 3 mal nicht geklappt, weil jeweils der Anker nicht gehalten hat.
So gehen wir eben zu Fuß die Bucht entlang nach Finiki, in die Taverne To Limanaki. Der Fisch war gar nicht mal ganz so gut, wie sein Preis versprochen hatte. Aber wir genießen das Abendmahl ungebrochen.
Das Regenwetter holt uns währenddessen wieder ein. Ob wir zu Fuß oder doch per Taxi "nach Hause" zurückgelangen, kann ich zur Zeit noch nicht sagen....
Sonntag, 6. Oktober 2019
Törn 2019 Tag 1
Also dieser erste Tag beweist, dass Tage nicht unbedingt 24 Stunden dauern, oder solange Tageslicht vorhanden ist. Dieser Tag hat nämlich schon gestern begonnen, am Anreisetag.
Die 5 aus Wien kommen etwa eine Stunde vor George aus Zürich in Athen an. In 2 Partien lassen wir uns zur Marina Alimos bringen. Denn auch heuer werden wir kurzfristig gebeten die Yacht (Epifany, von unserm bereits gut bekannten Dimitris) ebendort statt in Lavrion zu übernehmen.
Na gut was solls. Einchecken, die bestellten Waren bunkern, das muss man eigentlich nicht mehr extra erwähnen. Ebenso Pflicht: das zeremonielle Hissen der Lostcrew Flagge.
Dann wird abendessen gegangen. Zu O Bakalis, wie letztes Jahr. Die Umgebung des Lokals ist ohne den regenbringenden Zorbas halt schon etwas schöner.
Um 21uhr werden die Vorbereitungen zum Auslaufen getroffen. 21:40 ablegen. Saftiger Wind aus WNW empfängt uns an der Hafenausfahrt. 6 Bft. Bei weitem noch saftiger und wirklich lästig war aber der Seegang. Dieser wird uns die ganze Nacht hindurch begleiten. Aus achtern, denn wir peilen zunächst Kap Sounion an und als morgendliches Ziel Serifos. Das heftige Rollen des Schiffes würfelt den Wacheplan durcheinander. Kaum jemand kann ein Auge zudrücken. Schorsch gibt sein Beuschel bereits vor Mitternacht ab, der Cäptn hält bis 5 Uhr früh durch bis er es hinter der Reling platziert.
Wirklich stimmungsvoll wird es erst danach, als wir genau in die Morgendämmerung hineinfahren. Mit Sonnenaufgang erreichen wir die altbekannte Doppelbucht auf Kithnos, 58,4meilen am Konto. Hier kann sich Joe endlich richtig ausleben und kredenzt Frühstück vom feinsten. Zum Baden ist das Wasser noch immer herrlich warm, das Wetter sonnig angenehm. Somit verbringt die "Crew der toten Fliegen" den Vormittag schlafend und chillend. Und nach einem guten Mittagessen wollen wir es noch einmal wissen. Der schöne Wind vom Vormittag ist dann leider doch schon vorbei, als wir draußen sind. Egal, wir fahren 21 Meilen unter Motor weiter Richtung Süden in die Bucht Koutalas auf Serifos. Am Weg dorthin findet der Jungfernflug von Bernis neuer Drohne statt - erfolgreich - und ein weiteres Mal vor Anker. Völlig neuartige Bilder bzw. Videos bekommen wir danach zu sehen! Mangels einer geöffneten Taverne muss der Kocher noch mal ran, und in weiterer Folge natürlich auch der Tellerwäscher des Tages. Gute Nacht!
Freitag, 4. Oktober 2019
Was bisher geschah
Die Woche der Vorbereitungen geht zu Ende. Als weiteres Crewmitglied hat der Skipper eine Drohne angeschafft, für die perfekten Actionfotos, und für die Erkundung von diversen Buchten der jeweiligen Umgebung. So können Landgänge und damit weitere lostcrew - Situationen vermieden werden.
In den letzten Tagen und Stunden prasseln noch zahlreiche Instruktionen in die WhatsAppGruppe herein.
Und damit kanns auch gleich losgehen! AUF auf, in die lange Nacht der Lost Crew!... Bzw. in die langen Nächte...
Samstag, 28. September 2019
Neue Lage 7 Tage..
Die LostCrew-Wochen wurden hiermit eingeläutet. Der Countdown zählt
zielstrebig, unaufhaltsam und für alle deutlich hörbar pochend in
Richtung Epifany, die die LostCrew schon voller Sehnsucht besteigen
möchte, um der Ägäis wieder mal zu zeigen, dass sich verfluchte
Landratten von ihr nicht unterkriegen lassen. Aber halt, wer möchte hier
wen besteigen? Bei aller Zweideutigkeit in diesem vorigen Satz, wenn es
sein muss, lässt sich eben die LostCrew von der Epifany besteigen, uns
ist schon wirklich alles egal. Hauptsache das magische Kommando "Leinen
LOS!" ist in greifbarer Nähe.
Die Crew bietet diesmal 6 Mann auf, welche in den nächsten Tagen
ausschliesslich von Epifany träumen werden können. Epifany, mit ihren
beiden Balkönchen, oder Körbchen, oder auch Arschbacken, die ausladend
aus ihrem wohlgeformten Heck ragen. Epifany, die kein funktionierendes
Log hat, deren Kompass magische Richtungen anzeigt, und deren
Reff-System auch bei stärksten Stürmen mindestens einen Matrosen hin zu
ihrem strammen Mast zwingt. Aber wen stört alles genannte schon!? Denn
"Ein Hoch auf jedes Hindernis, a wanns no so gschissn is", dieses unsere
Credo haben unsere einstigen Idole Seiler u Speer bereits vor Jahren
sehr treffend formuliert. Kurz gesagt, wir wollen einfach wieder
gemeinsam segeln! Hat das jetzt endlich auch der/die letzte verdammte
Leser/in kapiert???
In diesem Sinne meine Damen, auf a leiwande Partie, soits lebm!
Der Schreiber dieser Zeilen hält's kaum noch aus, diese masslosen
Übertreibungen.... es muss augenblicklich ein Bier her....