Mit frischem Willen und noch mehr Kraft gehen wir es also an und lassen Bullerbü hinter uns.
Der nordische Windgott Njörd (IKEA-Katalogseite 147) ist uns gewogen und mit konstantem Südost von 14kn treibt er uns nur mit Genua (gr. Vorsegel - wir haben hier ja auch einen Bildungsauftrag) besegelt auf raumen Kursen vor sich durch das schönste Insel-labyrinth.
Herrlichste Durchfahrten mit SAR-Hubi (Küetenwache) und lockender Sirene.
Nein nicht der Hubschrauber sondern im mythologischen Sinne.
Wir brauchten aber weder Tau noch Wachs (bitte Odysee nachlesen) aber der Feldstecher musste kurz her. Offiziell natürlich wegen der anderen Wildgänse am Fels daneben.
Weiter ging es am einzigen Öl-befeuerten Atomkraftwerk Marviken der Welt in Richtung Heimathafen Nävekvarn.
Da der Tag aber noch viel zu jung war, suchen wir uns kurzerhand eine geschützte Ankerbucht. Diese ist laut Karte mit unzähligen Bojen ausgestattet, die sich als Fels-ringe entpuppen und die Bucht ist in Realität auch viel viel kleiner als wir uns dachten. Da kam nach der Einfahrt nimmer viel. Die blonde (was sonst) am Felsen Ruhende blickte nichtmal von ihrem Buch auf, doch der auf am Fels verzurrten Motorboot werkelnde Gatte runzelte etwas die Stirn ob unsrer angestrebten Ankerposition. Ja es ist hier eng und seicht, für Segler keine einfache Sache...sollte man glauben... Bis.....
Aber zuerst genossen wir noch ein Bad, das mehr als 3 schnelle Tempi umfasste. Schließlich waren wir motiviert durch die kleine blonde Lotta, die mit ihrem Vater mit dem Motorboot kurz nach uns anlegte.
Er natürlich an den Fels, lässig mit elektrischem Heckanker, an Land übersteigend und mit Fernbedienung am Handgelenk baumelnd wie ein Gucci-Herrentascherl.
Ja, bis dann kurz vor unsrem geplanten Ablegen eine Schweizerjacht in die Bucht kracht, platsch Heckanker raus, hält natürlich beim ersten Mal, ran an den Fels, wo wir uns dachten, wir haben ja schon nur die seglerisch gewünschte Handbreit unter dem Kiel.
Naja, wir konnten ja eh nicht mehr blasser werden, aber sogar die zwei Herren, die von ihren Booten wie von Balkon zu Balkon plauderten schauten kurz auf.
Nun gut, die LostCrew widmete sich also wieder dem wofür sie gekommen war und was sie eindeutig besser kann als Ankern.
Segeln...herrlichster Wind bis in die Einfahrt, des Heimathafens, schwupps rein und schon festgemacht.
Doktas Kommentar auf mein Lob: " geht ois afoch wemmas ohne Wind mocht"
Eh, wir erinnern uns an die sture Lady Feeling Lost....
Heute nochmals ein schneller Abschiedstörn von 15 Meilen bei herrlichstem Wetter bevor wir die erste warme Dusche genossen.
Jetzt freuen wir uns auf Bernis berühmtes Curry, morgen tritt dann die Supportcrew (Harald & I) an um das Boot winterfest zu machen, Fred hat schon ein 2seitiges PDF geschickt, während da Aansa und da Dokta die lange Heimreise antreten.
Viele neue Erlebnisse, navigatorische Herausforderungen und afoch a geile Zeit.
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit, wir hoffen es war intre-amüsant.
Wie immer
Euer Zwaara.
Bis auf die Kälte am Anfang der Fahr bin ich ein bissi neidisch 😊
AntwortenLöschenIch muss da jetzt schon nochmal einhaken, denn was uns da in der kleinen Badebucht präsentiert wurde an schwedischer Anlegekunst war richtig phänomenal. Der Wikingertyp mit der Motoryacht hat mit Bug voraus SOLO am Felsen und mit Heckanker angelegt, ohne auch nur einen einzigen Schweisstropfen zu vergiessen. Mit fernbedienter elektrischer Heck-Ankerwinsch (oder wars eine App am Handy?). In dieser Hinsicht muss ich leider das Prädikat überkomplette in komplette Ausstattung unseres Schiffes korrigieren. Jetzt wo ich weiss, was es alles gibt an "Assistenzsystemen" :-)
AntwortenLöschenwenn ich mir euer "tracking" bild anschaue, verstehe ich das mit dem ständigen"fels" endlich ... irgendwie müsst ihr das boot ja ein drittel über land getragen haben :-P
AntwortenLöschenGut getroffen, ja :-)
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