Ohne Gegenverkehr ist es natürlich nur der halbe Spass. Weil diese Aktion uns alle in den Bann zieht, vergessen wir völlig aufs fotografieren.
Nun tauchen wir in eine Welt der Nationalparks voll von Inseln bzw. Felsen ein. Der erste sightseeing spot sind die Felswände an der Westküste von Dugi Otok, die etwa 200m senkrecht aus dem Wasser ragen. Heimat u.a. auch der Eleonor Falken. Diesen ist die LostCrew bekanntlich schon mal bei den Kykladen begegnet (siehe entsprechender Bericht).
Weiter geht's zur Filmkulisse von 1959 (die Raubfischer in Hellas). Diese ist auf der Insel Mana etwa 50meter über dem Meer errichtet worden und sieht aus wie die Ruinen eines Dorfes. In der kleinen Bucht davor werfen wir Anker, schwimmen und speisen und übersetzen mit dem Dinghi an Land um zu besichtigen.
Skipper Mike hat aus eigenem Bestand einen Elektroaussenborder für das beiboot mit, zur Begeisterung aller- laut- und geruchlos (no na) und recht kräftig.
Etwas später lichten wir wieder den Anker und umrunden die schöne Insel mit steilen Klippen auf der Rückseite um schliesslich für die Nacht an einer der Nationalparks-Bojen an der Westküste der Insel Kornat festzumachen, in der Uvala Kravljačica.
Die Bucht ist recht offen und ungeschützt, so kam es dass der Koch des Abends (sehr feine spaghetti mit thunfisch/tomatensugo!) aufgrund der Schaukelei fast seekrank wurde.
Da kam dem Mike die innovative Idee am Heck eine Leine zur nächsten Boje festzumachen. Aber nicht um unser boot in einer Linie zwischen den Bojen zu platzieren, sondern unser Boot einfach in Richtung der anrollenden Dünung auszurichten ( die Windrichtung war nämlich eine andere). Schlagartig beruhigte sich das Schiff.
Somit stand einer ruhigen Nacht nicht im Wege.
Als aber der Schreiber dieser Zeilen um 3 Uhr früh das Deck aufsucht, warum wohl, ist plötzlich alles verkehrt! Das Boot 180 grad gedreht, und die stablisierungsleine am Heck auf backbord geht nun unter dem Rumpf nach steuerbord durch zur Nachboje...oh no!
Zum Glück aber ist dem propeller nix passiert, wir können die Leine auf die andere Seite verholen. Also weiter gute nacht!
Es kam wie es kommen musste: 2 Stunden später hat das Schiff erneut eine 180 grad Drehung gemacht. Problemlösung diesmal: heckleine los und warten auf den Morgen.... da kann man immer noch zur anderen Boje schwimmen und die Leine bergen.
Na das klingt ganz nach einem klassischen LostCrew-Manöver! Siehe hier: http://lostcrewsails.blogspot.com/2023/09/das-gute-und-das-bessere.html
AntwortenLöschenJaja kommt dem recht nahe, aber nun doch wieder nicht ganz, weil eben die Boje daneben lag und nicht achteraus. Was beide Manöver jedenfalls eint: auf Dauer sind sie eben beide nicht genial :-)
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