Montag, 26. September 2022

Der Wind dreht sich wie eine Fahne im Wind - Tag 1

Die Wolken hängen tief, aber es klart mehr und mehr auf. 
Bis die Crew in die gänge kommt dauerts ein bisher, dafür ist dann der Wind umso besser. Auf dem Kurs die Insel entlang nach Norden erreicht die alte Dame bei 10 bis 15 Knoten Wind bis zu 7 Knoten Maximum. Genua, Groß und Besan schütteln das unbeeindruckt aus den Ärmeln. Highlight dabei: mit Harry am Ruder überholen wir einen Fahrtenkatamaran, besser gesagt, wir schupfen ihn regelrecht! Er scheint zwar schlecht gesegelt worden zu sein, aber trotzdem...
Dieses Highlight wird das letzte dieses Tages gewesen sein, jedenfalls in seglerischer Hinsicht. Denn danach schläft der Wind ein und dreht sich in weiterer Folge in einem fort. Wir brechen ab und tuckern zur Küste, in die Bucht von San Theodoro, um zu ankern
Ein weiterer Grund für die abrupte Kursänderung war die Erkenntnis, dass weiter im Norden Ungemach warten würde: Stürme bis 8Bft sind prophezeit. Darauf aufmerksam gemacht wurden wir einerseits durch eine Gruppe Segelboote, die auffälliger Weise alle uns entgegen nach Süden fuhren, andererseits durch die Wortfetzen, die wir beim Überholmanöver vom Kat herüber aufschnappen konnten... der Skipper sagte irgendetwas von 50 Knoten... Aber wir waren ja soo schnell bei denen vorbei, dass eine detailliertere Unterhaltung oder Fachsimpelei nicht möglich.

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