Daher habe ich das Heft aus der Hand, und das Steuer abgegeben, um nach diesem doch sehr aufreibenden Sommer etwas zur Ruhe zu kommen. Ihr werdet sagen ich werde alt, ich sag nur Ja! Hoffentlich.
Zu den letzten beiden Tagen ist ja soweit alles gesagt, altbekannte Bars, Cafes und Ristorante wurden wieder heimgesucht, meine Lieblingskellnerin im Star-1-Cafe mit Blick auf den Hafen in Arbatax wundert sich schon lange nicht, mit wem ich jetzt wieder antanze. Und mein 1er-Menü kennt sie auch.
Warum ich so lange schwafel? Weil's über den heutigen Tag wenig Nennenswertes zu berichten gibt! Ein absolutes Luxusproblem, aber es war einfach genauso schön wie gestern, die Reise ging weiter, konstanter Wind aus Süd, trägt uns ca 5h an Isola Tavolara vor Olbia vorbei an den Spiaggia d'Ira nach Porto Rotonde. Manöverarmer Tag. Solange haben wir in den letzten 51 Jahren noch nie an einer Flasche gezuzelt. Wir nähern uns stetig den Instagram-verseuchten Stränden. Alleine dieses Jahr haben Zehntausende Amis die Insel für sich entdeckt. Aber im September ist es hier einfach am Schönsten! Die Wassertemperatur ist größer als die Zahl der Boote in der Bucht. Diesen Grad!Messer muss ich mir merken.
Als Eigner hätte ich jetzt noch ein paar Dinge anzufügen, aber dafür dass von der Ankerwinsch bis zum Topplicht vieles neu ist, funktioniert das meiste. Wir müssen uns halt in die Kleinigkeiten etwas eingrooven. Aber Fred mein Freund hat mir gerade geschrieben, wie erbärmlich seine Werft gerade wieder ist und Massimo hat immerhin rechtzeitig alle Arbeiten erledigt. Dass aus den geplanten dreieinhalb nur 2 Wochen geworden sind ist ja eine ganz andere Geschichte.
In diesem Sinne, ein Hoch auf alle einfachen Crewmitglieder.
Euer Käptn, ääh....Zwaara
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