Dienstag, 15. September 2020

Törn 2020 - Tag 3

Jede Nacht geht vorbei, auch die stürmischste. Motiviert lichten wir den Anker. Beim ausfahren aus der Bucht können wir die knapp auf wasserniveau befindlichen Klippen, die nicht auf jeder seekarte eingetragen sind, und auch sonst in keiner Weise abgesichert sind, im vorbeifahren deutlich erkennen. Und wir greifen uns auf den Kopf, warum man so eine gefahrenstelle als Behörde einfach so ignorieren kann.

Danach folgen ein paar Schläge nordwärts zum hauptort mirina, wieder bei 6 bis 7bft NO.

Eh ganz lustig. Aber danach folgt ein Hafenmanöver, für das sich die Crew nicht rühmen kann. Nach ein paar Runden im Hafenbecken, zur Erkundung des besten liegeplatzes, entscheiden wir doch ausserhalb am alten fähranleger anzulegen, weil der meltemi auch hier in der gesamten Bucht von allem Seiten wild bläst. Die Elpida lässt sich hier auch sehr schlecht manövrieren.

Naja, und so passiert es, dass beim anlegen, bei ablandigem Wind, das - einzige - nachbarboot am heck mit unserem Bug gerammt wird, zum Glück aber nur dessen Reling verbogen wird. Und wie zum Hohn, quasi als Trophäe, ziert danach der Rettungsring der gerammten Yacht unseren Bug! So etwas muss erst einmal gelingen... Die Herrschaften dieses Bootes sind jedoch nicht "zu Hause", wir regeln die Angelegenheit mit Hinterlassung einer Nachricht.

Nachmittags, nach dem Einkaufen, wird noch abgelegt und eine Ankerbucht im Süden der Insel angesteuert. Denn wie flacht man am besten die Kurve/Welle bei nördlichem Wind ab? Indem man sich ins südliche Lee einer Insel begibt. Ideale Bedingungen um eine Wende nach der anderen zu üben, und den idealen Ankerplatz für die Nacht zu finden. Als nebeneffekt ergibt es sich, dass ein Manöverschluck auf den nächsten folgt. Somit werfen wir in bester Laune den Anker, gut windgeschützt. Es gibt Curry vom feinsten aus der kombüse (TO erweist sich als ausgezeichneter Koch), unter ständigem gedudel aus dem Bordeigenen Wurlitzer. Prost Mahlzeit!

Dann tanzen wir zu oiden Hadern in die Nacht hinein, die sich wettermässig als sehr ruhige anlässt. Es sollte jedoch anders kommen. Meltemi zeigt uns ab den frühen Morgenstunden noch ordentlich seine Krallen, aber das is die Geschichte vom nächsten Tag.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen